Verbesserung der Hautstruktur und des Hautreliefs mittels Injektion von feinvernetzter Hyaluronsäure, fraktionierter Laserbehandlung oder Medical Needling, Verbesserung von Dyschromien, Reduktion von Knitterfältchen um den Mund

Wurde früher das Hauptaugenmerk auf die Behandlung von Fältchen und Falten gelegt, kommt heute dem allgemeinen Hautbild eine immer größer werdende Bedeutung zu. Häufig sind es nicht nur die feinen Fältchen, die das Älterwerden verraten, sondern auch kleine Pigmentflecken, erweiterte Gefäße und eine Elastizitätsabnahme der Haut. Abhängig von Ihrem Hautbefund, dem gewünschten Behandlungsergebnis und der maximal möglichen Ausfallzeit können verschiedene Methoden zum Einsatzkommen.

Feinvernetzte Hyaluronsäuren können feine Fältchen verbessern und die Haut mit der notwendigen Feuchtigkeit versorgen. Mit feinsten Nadeln wird das Hyaluronsäurepräparat oberflächlich in den betroffenen Arealen mittels vieler Injektionspunkte injiziert. Hauptrisiko ist die Entstehung von blauen Flecken, ansonsten ist diese Behandlung unter lokal betäubender Creme gut verträglich und nebenwirkungsarm. Neueste Studien konnten zeigen, dass Hyaluronsäuren sogar in der Lage sind, die im Alter reduzierte Kollagenproduktion anzukurbeln.

Behandlungsdauer. 15-20 Minuten
Arbeit und Sport: sofort
Wiederholung in: 4-8 Monaten

Radiofrequenzverfahren

Bei dem Radiofrequenzverfahren fließt elektromagnetische Energie zwischen zwei oder mehreren Elektroden, was zu einer gezielten Erwärmung der mittleren Hautschicht (Dermis) führt. Die Methode ist in der Medizin bestens anerkannt und gilt als Stimulans für die Zellerneuerung und die Kollagensynthese. Bei einer Erwärmung der Dermis auf 45 bis 60 Grad Celsius denaturieren Kollagen-Fasern, verdicken und ziehen sich zusammen. Dies führt zum einen zu einer sofort sichtbaren Straffung der Haut, zusätzlich kommt es innerhalb der nächsten Monate zu einer Kollagen-Neubildung, welche zu einer weiteren Verbesserung der Hautqualität und Elastizität führt. Die Behandlung ist schmerzarm und relativ einfach durchzuführen. Anders als bei Laserverfahren kann die RF-Behandlung bei allen Hauttypen eingesetzt werden. Wir setzten im Haut- und Laserzentrum von Prof. Gauglitz die patentierte Trilipo-Methode ein. Diese kombiniert bei Bedarf Radiofrequenz mit einer elektrisch stimulierten Muskelkontraktion (Dynamic Muscle Activation (DMA)). Neben der beschriebenen Straffung lässt sich dadurch eine Zerstörung umschriebener Fettdepots erreichen. Die Behandlung eignet sich dadurch neben der Verbesserung von feinen Fältchen in umschriebenen Arealen (Augenfältchen, Mundfältchen), zur Behandlung von Doppelkinn, Kinnlinie, Konturierung, aber auch Straffung von Oberarmen, Oberschenkel-Innenseiten und Flanken (Bodycontouring).

Zur intensiveren Behandlung von Augenfältchen, Halsfalten und Decolleté, sowie von sehr oberflächlichen Aknenärbchen haben wir gute Erfahrung mit der Nadelradiofrequenzmethode (Voluderm) gemacht. Der Wirkmechanismus ist der konventionellen Radiofrequenz ähnlich, aufgrund der bei dieser Methode eingesetzten Nadeln ist die Eindringtiefe allerdings deutlich erhöht. Je nach Indikation werden wir zusammen mit Ihnen, die für Sie am besten geeignetste Methode auswählen. Meist sind drei bis sechs Wiederholungen alle ein bis zwei Wochen notwendig.

Behandlungsdauer. 10-30 Minuten
Arbeit und Sport: keine Ausfallzeit
Wiederholung in: ein bis zwei Wochen für drei bis sechs Mal

Fraktionierte nicht-abtragende Laser

Alternativ zeigen fraktionierte nicht-abtragende Laser und das Medical Needling ebenfalls gute, häufig deutlich länger anhaltendere Ergebnisse insbesondere für die Verbesserung der Hautstruktur, kleinen Närbchen und schlaffer werdender Haut. Bei beiden Methoden werden mikroskopisch kleine Verletzungen in der zweiten Hautschicht gesetzt, die in umschriebener Form unsere Wundheilungskaskade in Gang setzen, welches zur Neuproduktion von Kollagen führt und alte elastische Fasern abbaut. Vorteil der fraktionierten Laser ist die umschriebene Erzeugung von Wärme, die für die Kollagenproduktion wichtig ist. Existieren zusätzlich noch kleine Pigmentflecken und erweiterte Gefäße lässt sich der fraktionierte Laser in einer Sitzung mit der Blitzlampe kombinieren. Dieser von Dr. Gauglitz mitentwickelte Ansatz, welche international als „Photofractional“ bezeichnet wird nutzt den additiven Effekt von verschiedenen Wellenlängen in einer einzelnen Sitzung und ist inzwischen hinsichtlich Nebenwirkung und Wirkung sehr gut untersucht. Die kosmetischen Ergebnisse nach insgesamt drei Sitzungen mit jeweils ungefähr vier Wochen Abstand sind ausgesprochen überzeugend und erfreuen sich größter Patientenzufriedenzeit. Die Behandlung erfolgt in lokaler Creme-Betäubung, typische Nebenwirkungen sind leichte Rötung und Schwellung für ca. ein bis zwei Tage.

Vorbereitung/Nachbehandlung: Lokalbetäubende Creme, Sonnenschutz davor und danach
Behandlungsdauer. 15-30 Minuten
Arbeit und Sport: 1-2 Tage
Wiederholung in: insg. 3 x alle 4 Wochen

Fraktionierte CO2-Laser

In fortgeschrittenem Alter, bei stärkeren Fältchen oder ausgeprägten Aknenarben kann die Behandlung mit einem fraktionierten CO2-Lasererwogen werden. Diese Behandlung gilt bis heute als absoluter Goldstandard weltweit, aufgrund seiner eindrucksvollen Ergebnisse und der fundierten wissenschaftlichen Daten zu dieser Methode. Das Haut- und Laserzentrum Glockenbach führt diese Behandlungen mit dem weltweit leistungsstärksten ultragepulsten COLaser durch. Dr. Gauglitz unterrichtet weltweit Kollegen in dieser besonders anspruchsvollen Methode der Rejuvenation. Nach einem ausführlichen Beratungsgespräch führen wir eine Probelaserung in einem kleinen umschriebenen Areal durch um die individuelle Verträglichkeit des Lasers für Sie zu testen. Im gleichen Termin erhalten Sie ein Rezept für ein Antibiotikum und ein Medikament gegen Herpesinfektionen, sowie eine lokal wirksame antibiotische Salbe. Nach einer kurzen Blickkontrolle auf das Probegelaserte Areal vereinbaren wir in den eigentlichen Behandlungstermin. Nach Einwirken einer speziellen lokalbetäubenden Creme für eine Stunde und nach Einnahme eines Schmerzmittels führen wir die Laserung des gesamten Gesichts durch. Diese wird von unseren Patienten gut vertragen und als überraschend schmerzarm empfunden. Nach einem leichten Verband dürfen Sie nach der Behandlung nach Hause und kommen nach zwei und weiteren 7 Tagen zur Kontrolle. Neben einer deutlichen Schwellung und Rötung zeigt sich über die nächsten drei bis fünf Tage eine Krustenbildung. Nach ungefähr 5-10 Tagen ist alles überstanden, Schmerzen haben sie auch in dieser Zeit keine. Die Ergebnisse sind sensationell und halten bis hin zu fünf Jahren an.

Vorbereitung/Nachbehandlung: Antibiotikum/Virusstatikum perioperativ. Lokalbetäubende Creme, Antibiotika-haltige Creme für 5 Tage danach. Sonnenschutz davor und danach

Behandlungsdauer. 20-30 Minuten
Arbeit und Sport: 5-10 Tage
Wiederholung in: keine notwendig

Bei allen genannten Methoden kann eine Kombination mit niedrigdosiertem Botulinumtoxin sinnvoll sein, um die Haltbarkeit der Behandlungsergebnisse zu maximieren.

Zur Verbesserung der Hautstruktur und allgemeinen Glättung bzw. Straffung der Gesichtshaut kommen heutzutage zunehmend fraktionierte Technologien im nicht-ablativen bzw. ablativen (=abtragend) Bereich zum Einsatz. Der Laserstrahl wird dabei in viele tausend einzelne Bereiche aufgeteilt, sodass viele sogenannte mikrothermale Behandlungszonen (MTZ = microthermal treatment zones) entstehen. Umgeben sind diese mikrothermalen Behandlungszonen stets von gesundem Gewebe, was zu einer schnelleren Erholungszeit verglichen mit konventionellen ablativen Laserbehandlungen führt.

Der Einsatz von fraktionierten CO2 Lasern gehört im dermatologischen Fachgebiet inzwischen zu den am besten untersuchten Verhandlungsverfahren im Anti-ageing Bereich und in der Behandlung von atrophen Aknenarben. Die molekularen Vorgänge nach Behandlung sind vielseitig und bewirken eine Veränderung verschiedener Zytokin- und Wachstumsfaktorkonzentrationen, eine Wiederherstellung der ursprünglichen Kollagenarchitektur und eine Zunahme von elastischen Fasern. Die Down-time (Abheilung) variiert je nach verwendeter Energie und Dichte und kann zwischen fünf bis 10 Tagen betragen. Bei den nicht-ablativen fraktionierten Verfahren bleibt die Epidermis intakt, die Down-time und das Risiko von Nebenwirkungen verringert sich dadurch – Hand in Hand mit häufig reduzierter Effektivität.

Bei entsprechender Indikation (Feine Fältchen, Hautunregelmäßigkeiten, Farbveränderungen („Dyschromie“), Wunsch nach allgemeiner Hautstraffung) empfehlen wir aufgrund der überzeugenden Studienlage und der ausgesprochen guten Resultate eine Behandlung mittels abtragenden, fraktionierten CO2-Laser. Die Ausfallzeiten sind gegenüber den klassischen Verfahren des ablativen Resurfacings deutlich verkürzt, dennoch sind die beahndelten Areale für mindestens eine Woche geschwollen, gerötet und schuppig. Vor der Behandlung sollte vor allem Tendenz zu Hyperpigmentierungen und durchgemachten Herpesinfekten gefragt werden. Das Risko von Pigmentverschiebungen sollte mit Hilfe einer Probelaserung in einem repräsentativen kleinen Areal abgeklärt werden. Die Betäubung erfolgt mittels oberflächlich aufgetragener Lidocain-haltiger Creme und 1000 bis 2000 mg Paracetamol. Zusätzlich kann die Haut mit einem Kühlgerät oder feuchten Eiswasserkompressen gekühlt werden. Gerade bei größeren Behandlungsarealen (gesamtes Gesicht) oder bei bekannter Neigung zu Herpesinfektionen empfehlen wir eine systemische Infektionsprophylaxe (Aciclovir® und Breitspektrum-Antibiotikum) beginnend zwei Tage vor der Behandlung. Nach allen Laserbehandlungen ist die neu gebildete Haut auch nach Monaten sehr lichtempfindlich, so dass sie regelmäßig durch Anwendung eins Sonnenschutzmittels, das sowohl vor UVA- und UVB-Bereich (LSF 50 oder 50+) wirkt, geschützt werden sollte. Auch vor der Behandlung sollte das zu behandelnde Areal mindesten einen Monat lang vor Sonne geschützt werden.