Seit seiner Dissertation 2006 war PD Dr. med. Gerd Gauglitz kontinuierlich wissenschaftlich tätig und ist bis heute in Form verschiedener Ämter und Tätigkeiten an der Ausbildung und Weiterbildung des akademischen Nachwuchses involviert.

Die Arbeit mit Schwerverbrannten im Rahmen seiner Dissertation weckte sein Interesse am wissenschaftlichen Arbeiten und Dank der Unterstützung seiner damaligen Arbeitsgruppe um Prof. Dr. med. Eugen Faist wurde ihm im Anschluss an sein Medizinstudium ein Postdoctoral Research Fellowship zunächst am Departement of Plastic Surgery, National University of Singapore, später am Departement of Surgery and Burns, Shriners Burn Hospital for Children, University of Texas Medical Branch, Galveston, Tx, USA ermöglicht.

Dort lernte Dr. Gauglitz neben den Grundlagen des wissenschaftlichen Arbeitens, die Bedeutung von Teamgeist und Mentoring kennen und schätzen. Durch die enge Zusammenarbeit mit den mehr klinisch tätigen Kollegen aus der Verbrennungsmedizin wurde bereits damals sein Interesse an der Pathophysiologie und Therapie von insbesondere nach Verbrennung häufig auftretenden überschießenden Narben geweckt.

Nach einer sehr interessanten und produktiven Zeit in den USA, die Dr. Gauglitz mit einem Master of Medical Science und einer Vielzahl von Publikationen zu den Themenbereichen epidermale Stammzellen, Wundheilung und metabolische Alterationen nach schwerem Verbrennungstrauma in namhaften Journalen beschloss, begann er 2008 seine Weiterbildung zum Facharzt für Dermatologie und Venerologie an der Klinik und Poliklinik für Dermatologie und Allergologie der Ludwig-Maximilians-Universität München.

Von 2008 an etablierte und leitete Dr. Gauglitz eine Forschungsgruppe, die sich zunächst vorrangig mit der Bedeutung verschiedener Vertreter der S100-Familie für die Wundheilung bzw. (überschießende) Narbenbildung befasste und in ein entsprechendes Patent mündete.

2009 gründete Dr. Gauglitz die erste Narbensprechstunde an einer deutschen Universitätsklinik. Aufgrund der hohen Nachfrage nach geeigneten Behandlungsansät-zen richtete sich seine Arbeitsgruppe zunehmend klinisch aus. Aufgrund der vielen Variablen, die bei der Entwicklung und Rückbildung von Narben von entscheidender Bedeutung sind, etablierten die Arbeitsgruppe als eine der Ersten verschiedene objektive Messmethoden. Diese sind beispielsweise die phasenmessende 3D Streifenprojektion oder die Optische Koherenz Tomographie. Sie ermöglichen die Bewertung sowohl neuer als auch bereits etablierter Therapieansätze von überschießenden und atrophen Narben.

Viele der daraus entstandenen Studien fanden seitdem bei der Überarbeitung aktueller nationaler und internationalen Leitlinien in diesem Themenbereich Beachtung. Drei der von Dr. Gauglitz als Doktorvater betreuten Doktoranden promovierten bis 2019 in diesem Themenbereich. Während seiner Zeit als Leiter der Laserabteilung der dermatologischen Klinik entwickelte sich zunehmend eine Kooperation zu der inzwischen überregional etablierten Narbensprechstunde, die in einer Vielzahl von unterschiedlichen Studien zur Behandlung von u.a. Verbrennungsnarben oder Ritznarben nach Selbstverletzung mittels verschiedener Wellenlängen resultierten und auch auf internationaler Ebene große Beachtung fanden.

Priv.-Doz. Dr. med. Gerd Gauglitz ist Autor und Koautor von weit mehr als 200 Originalpublikationen, Übersichtsartikeln, Buchkapiteln, darunter über 80 in PubMed gelisteten Publikationen (davon 53 Originalarbeiten und Fallberichte). Zwei herausgegebene klinische Lehrbücher (eines davon international). Die Mitarbeit an insgesamt fünf nationalen und internationalen klinischen Leitlinien, zahlreiche Buchkapitel, Abstracts und wissenschaftliche Vorträge runden sein Publikationsprofil ab. Zudem betreut er an der medizinischen Fakultät bis heute medizinische Doktoranden.

PUBMED VERÖFFENTLICHUNGEN

Seit 2011 gilt eines seiner Hauptinteressen der studentischen Lehre und der Weiterbildung des dermatologischen Nachwuchses. Von Anfang an war Dr. Gauglitz in der MeCUm Gruppe der Hautklinik München maßgeblich an der Gestaltung und Planung der hausinternen Lehre mit beteiligt, bis heute gibt Dr. Gauglitz Studentenunterricht. Als Vize-Präsident und seit 2019 als Präsident der Gesellschaft für Dermatochirurgie (DGDC), eine der größten dermatologischen Gesellschaften, ist Dr. Gauglitz in großen Teilen an der Initiierung verschiedener Ausbildungsstipendien für Assistenten in Weiterbildung beteiligt. Zusätzlich organisierte Dr. Gauglitz weitere ärztliche Fortbildungen und Kongresse (u.a. die 34. Jahrestagung der Deutschen Gesellschaft für Dermatochirurgie und die 28. Jahrestagung der Deutschen Dermatologischen Lasergesellschaft (DDL) in 2019), welche durch die Bayerische Landesärztekammer regelmäßig mit Fortbildungspunkten honoriert wurden und werden. Auch in seiner Praxis hat Dr. Gauglitz regelmäßig Studenten der medizinischen Fakultät zu Hospitationen oder Famulaturen zu Gast.
Dr. Gauglitz ist weiterhin im Vorstand der Global Scar Society (GscarS) und des Scar Clubs. Er ist Mitglied verschiedener Gesellschaften, wie der Deutschen Dermatologischen Gesellschaft (DDG), Deutschen Dermatologischen Lasergesellschaft (DDL), The Dermatologic & Aesthetic Surgery International League (DASIL), International Society of Dermatosurgery (ISDS), u.a.. Dr. Gauglitz sitzt im Editorial Board der Fachzeitschriften Lasers in Medical Science, Journal of Cosmetic Dermatology, International Journal of Aesthetic and Anti-Ageing Medicine, Journal of Scars, Burns and Healing, u.a.

Nach einer fundierten allgemein-dermatologischen Facharztausbildung an der Klinik und Poliklinik für Dermatologie und Allergologie an der Ludwig-Maximilians Universität München wurde Dr. Gauglitz Anfang 2015 zum Oberarzt und Leiter der operativen Station der Hautklinik berufen. Zusätzlich übernahm er als Oberarzt die Leitung der Abteilung für Ästhetische Dermatologie und Lasermedizin. Insbesondere im Bereich der minimal-ästhetischen Verfahren ist Dr. Gauglitz ein allgemein anerkannter Befürworter von wissenschaftlich fundierten Ansätzen, die bei maximaler Patientensicherheit möglichst natürliche Ergebnisse versprechen. Er gilt als weltweit anerkannter Experte für die Behandlung von überschießenden Narben, minimal-invasive ästhetische Verfahren und Laserbehandlungen und ist ein häufig eingeladener Redner auf allen namhaften Kongressen in diesen Bereichen. Dr. Gauglitz unterrichtet weltweit Kollegen in Themen, wie Faltenunterspritzungen, Fadenlifting, Botulinumtoxinbehandlungen und Laser-basierten Therapien. Seit 2017 ist Dr. Gauglitz in der Hautarztpraxis Dr. Storck tätig, die er Anfang 2018 als Eigentümer übernahm. Bis heute ist Dr. Gauglitz Funktionsoberarzt der Abtl. für Ästhetische Dermatologie und Lasermedizin der Dermatologischen Klinik der LMU.

Im klinischen Alltag steht für Dr. Gauglitz der individuelle Patient im Vordergrund. Trotz des großen Patientenandrangs hat für ihn ein ausführliches Beratungsgespräch über die gewünschten Behandlungen, mögliche Nebenwirkungen und mögliche Alternativen größte Priorität.